Was ist eine Dupuytren’sche Kontraktur?

Hierunter versteht man eine Wucherung des Fasciengewebes (Sehnenplatte) unter der Haut der Handinnenfläche und der Finger. Diese liegt als strangförmige Gewebeschicht zwischen der Handhaut einerseits und den Beugesehnen, Nerven und Gefäße der Hand andererseits.

Bei Morbus Dupuytren kommt es zu schmerzhafter Knotenbildung und Verkürzung dieser Sehnenplatte, dadurch werden die Finger im Laufe der Zeit immer mehr gekrümmt (Kontraktur).

Können mehrere Finger erkranken?

Dies ist leider recht häufig der Fall. Ebenso können auch beide Hände erkranken.

Was geschieht bei der Operation?

Im Chirugie- und VenenCentrum  wird die Operation der Dupuytren´schen Kontraktur ambulant durchgeführt.

Das krankhaft veränderte Fasciengewebe der Hohlhand und der betroffenen Finger wird möglichst vollständig entfernt. Der Eingriff erfolgt mit einer Lupenbrille und im Bedarfsfall mit einem Operationsmikroskop, um die winzigen begleitenden Nervenstrukturen optimal schonen zu können.
Die Operation kann entweder in Narkose oder unter Armbetäubung (Plexusanästhesie) durchgeführt werden.

In sehr einfachen Fällen dauert der Eingriff weniger als eine Stunde; in weit fortgeschrittenen Fällen sind manchmal mehrere Stunden Operationszeit notwendig. Daher ist es sinnvoll mit der Operation nicht allzu lange zu warten. Ungefähr ab einer Streckbehinderung von 20° ist eine Operation sinnvoll (grob gesagt, wenn man die Hohlhand nicht mehr flach auf einem Tisch auflegen kann).

Wie läuft die Nachbehandlung ab?

Weiche Verbände für ca. 2 Wochen, nach 2 Wochen werden die Fäden gezogen, anschließend fettende Narbenpflege. Ab dem 1. Tag nach der Operation sollen die Finger täglich gestreckt werden und das über Wochen, damit die Finger durch den Narbenzug nicht wieder gekrümmt werden.

Wann kann die Hand wieder normal belastet werden?

Die operierte Hand sollte schrittweise wieder an die normale alltägliche - für Sie gewohnte - Belastung herangeführt werden.

Alltägliche und berufliche Belastungen können meist nach rund 6 Wochen wieder gut durchgeführt werden. Extreme Belastungen - wie z.B. beim Tennis - sollten rund 10 - 12 Wochen gemieden werden.

In fortgeschrittenen Fällen sind möglicherweise auch Krankengymnastik und Lymphdrainagen erforderlich.