Moderne endovenöse Krampfadertherapie

Wir wenden in unserem zertifizierten VenenCentrum seit vielen Jahren und mit bestem Erfolg die schnittfreien Behandlungsverfahren für Krampfadern an. Der große Vorteil dieser Verfahren liegt darin, dass weder ein Schnitt erforderlich ist, noch ein Herausziehen der krankhaften Vene, auch sind diese Verfahren so schonend, dass blutverdünnende Medikamente in der Regel nicht mehr abgesetzt werden müssen.

Bei diesen Therapieoptionen wird in den nicht mehr funktionierenden Venenabschnitt eine dünne Sonde eingeführt und unter Ultraschallkontrolle genau und sicher platziert. Anschließend wird das betroffene Gefäß durch eine sanfte Erwärmung der Sondenspitze verödet.

Wir halten verschiedene Methoden (Laser, Radiowelle u.a.) vor, um individuell das optimale Verfahren anwenden zu können.

Celon-Thermotherapie (Radiowelle)

Der Vorteil der CELON-Methode ist, dass die verwendeten Sonden deutlich feiner sind als bei den anderen Verfahren und die Temperatur der Sonde während der Behandlung lediglich 85 und nicht 120 oder sogar bis zu 1000° wie beim Laser beträgt. Dadurch ist dieses Verfahren besonders bei zarten und auch etwas näher an der Haut liegenden Venen geeignet. Auch setzen wir dieses Verfahren bevorzugt bei voroperierten Patienten mit sogenannter Rezidivvarikosis ein, da es ein sehr viel flexibleres Vorgehen erlaubt.

 

 

Endoluminaler Laser (EVLT)

Bei dem Laserverfahren wird über einen dünnen Lichtleiter das gebündelte Laserlicht in die erkrankte Vene geleitet und führt dort über die Hitzebehandlung der Venenwand zum Verschluss des erkrankten Gefäßes. Dieses Verfahren erlaubt durch die höheren Temperaturen auch eine Behandlung kräftigerer Gefäße.

Vnus closure fast (Radiofrequenz)

Beim Radiowellenverfahren wird an der Katheterspitze eine Temperatur von exakt 120°C erzeugt, die computergesteuert 15 Sekunden lang einwirkt. Danach wird die Sonde vom Operateur 6,5 cm weiter gezogen und dann erneut erhitzt. So soll ein gleichmäßiger Verschluss der gesamten behandelten Vene erreicht werden. Voraussetzung für dieses standardisiert ablaufende Verfahren ist eine Vene mit ziemlich gleichem und nicht zu großem Durchmesser, damit die Hitze gleichmäßig einwirken kann. Kleinere Abschnitte sind aufgrund der vorgegebenen Sondenlänge nur schlecht behandelbar. Die Temperatur von 120° erfordert ein „Umfluten“ der behandelten Vene mit Flüssigkeit, um das umgebende Gewebe vor der Wärme zu schützen.

 

 

ClariVein (Rotationsablation)

Dieses erst vor kurzem eingeführte Verfahren kommt ohne jegliche Wärmeanwendung aus. Hier wird ebenfalls ein dünner Katheter über einen kleinen Hautschnitt in die erkrankte Vene vorgeschoben. An seiner Spitze befindet sich ein schnell rotierender Draht, der beim Zurückziehen die Gefäßinnenwand aufraut und somit ein Zusammenziehen der Vene verursacht. Gleichzeitig wird ein flüssiges Verödungsmittel gespritzt, das durch diese rotierende Spitze verwirbelt und gleichmäßig in der Vene verteilt wird. Dadurch wird die Vene im behandelten Abschnitt sicher verschlossen.

Weil keine Hitzeanwendung erforderlich ist, kann dieses Verfahren auch bei oberflächlicheren Krampfadern angewendet werden.

 

 

"Sandwichtechnik" bei Rezidiven (Voroperation)

In früheren Zeiten musste der Operateur den vorherigen Schnitt wieder eröffnen, wenn bei einem Patienten nach einer Voroperation erneute Krampfadern (sog. Rezidiv) wieder aufgetreten waren. Das Operationsrisiko war in diesem Narbenbereich aufgrund der Gefahr von Blutungen oder Wundinfektionen deutlich erhöht, auch musste der zweite Schnitt in der Regel deutlich größer ausfallen.

Heutzutage kann eine Kombination modernerer Verfahren eine erneute Schnittoperation häufig ersetzen. Dazu ist eine ausführliche Voruntersuchung mittels Ultraschall durch einen erfahrenen Behandler erforderlich. Dieser wählt dann für die vorhandenen anatomischen Verhältnisse die individuell geeignetste Behandlungsmethode aus. Oft wird dann eine Kombination von endovenösen Techniken wie Laser oder Radiowelle und Schaumsklerosierung optimal sein. Lediglich sehr oberflächliche Äste werden dann klassisch mit der Häkelmethode entfernt. Insgesamt ist diese Vorgehensweise natürlich sehr viel schonender und deutlich weniger komplikationsanfällig als die klassische Zweitoperation.

Besondere Ästhetikwünsche

Noch vor wenigen Jahren stand bei der Versorgung von Krampfadern die Ausschaltung der erkrankten Stammvenen ganz im Vordergrund, das Ziel war in erster Linie die Verhinderung schwerwiegender gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Heutzutage gehen die Ansprüche vieler Betroffener deutlich darüber hinaus: im Prinzip sollen für ein optimales medizinisches und  optisches Ergebnis möglichst alle sichtbaren Venenveränderungen entfernt werden.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Einführung der schnittfreien endovenösen Behandlungsverfahren im Bereich der Stammvenen, die sowohl Leisten- und Kniekehlenschnitt als auch größere Schnitte im Verlauf der Stammvene überflüssig gemacht haben. Vielen Patienten reicht das jedoch noch nicht, sie wünschen auch eine Behandlung der Seitenastvarizen und der Besenreiser.

Wir erfüllen die Wünsche unserer Patienten mit besonderen kosmetischen Ansprüchen gerne. Da wir über langjährige Erfahrung sowohl mit allen klassischen als auch den modernsten minimalinvasiven oder laserbasierten Behandlungsmethoden verfügen, können wir Ihnen ein entsprechendes individuelles Behandlungskonzept vorschlagen. Wir sagen Ihnen aber auch offen und ehrlich, wenn ein Wunsch nicht erfüllbar sein sollte.